*Rezension* Love Letters to the Dead - Ava Dellaira


Meine Wertung: 4/5 Palmen

Titel: Love Letters to the Dead
Originaltitel: Love Letters to the Dead
Autorin: Ava Dellaira
Erscheinungsdatum: 23. Februar 2015
Seiten: 416
Preis: 17,99 €
Verlag: cbt (hier kaufen)
ISBN: 978-3570163146

Über die Autorin:
Ava Dellaira ist Absolventin des Iowa Writers’ Workshop, an dem sie als Truman Capote Stipendiatin teilnahm. Sie wuchs in Albuquerque, New Mexiko auf. Ihren Bachelor machte sie an der Universität von Chicago. Sie glaubt, dass Love Letters to the Dead seinen Anfang nahm, als sie das zweite Mal in ihrem Leben ein Album kaufte –, Nirvanas In Utero – es sich in Schleife anhörte und dabei ihr Tagebuch vollschrieb. Heute lebt Ava Dellaira in Santa Monica, ist in der Filmbranche tätig und arbeitet an ihrem zweiten Roman.


Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben.


Mein Dank geht hier an den cbt Verlag, der es möglich machte, dass ich das Buch schon vor Erscheinungsdatum lesen durfte.

Worum gehts?
Laurel fühlt sich nach dem Tod ihrer Schwester ziemlich einsam und bekommt dann im Englisch Unterricht die Aufgabe, einen Brief an eine verstorbene Persönlichkeit zu schreiben. Doch sie schreibt nicht nur an eine einzige tote Persönlichkeit, sondern an mehrere. So passiert es, dass sie durch die Briefe nach und nach wieder zu sich findet und auch mit Menschen in Kontakt kommt, die hier helfen, alles zu verarbeiten. 

Was halte ich von dem Buch?
Ich habe das Buch gesehen und musste es einfach lesen. 
Nicht nur vom Klappentext, sondern auch vom Cover konnte es  mich direkt begeistern. Jedoch fiel es mir am Anfang sehr schwer, in das Buch einzutauchen, weshalb ich eine Palmen abziehen muss. Ich musste mich nämlich erst an den Schreibstil gewöhnen, welcher durch die Briefe, die Laurel an die verstorbenen Persönlichkeiten schrieb, an eine Art Tagebucheinträge erinnerte. Doch als ich dann mehrere Seiten gelesen hatte, konnte mich das Buch absolut packen und ich war überwältigt von der tiefgründigen Story.

Laurel erzählte aus ihrer Sicht und nach und nach ließ die Autorin Rückblicke zur Vergangenheit aufkommen und der Beziehung zu ihrer Schwester May. Man bemerkte schon nach kurzer Zeit, wie nah einem das Buch gehen würde. Laurel schrieb sich wirklich alles vom Herzen in ihren Briefen und man bemerkte, wie sehr sie mit dem Tod von May zu kämpfen hatte. Sie gab sich sogar die Schuld an diesem. 

Die Protagonistin ist der Autorin absolut gelungen. Man konnte sich diese einfach sehr gut vorstellen, man litt mit ihr, man konnte sich in ihre Gedanken versetzen und wollte ihr am liebsten immer wieder zur Seite stehen und helfen. Aber auch die Rückblicke zu May waren einfach toll. May war jemand, der eigentlich genau das Gegenteil von Laurel darstellte. Party, Alkohol und Jungs. Dennoch im Herzen tief traurig und jemand, der dringend Hilfe benötigte. Doch beide Charaktere, Laurel und auch May waren eigentlich immer ein Herz und eine Seele. Man bemerkte die Schwesterliebe und das, was sie immer verband, bis dann die eine Sache alles veränderte. All dies hatte die Autorin einfach ganz wunderbar zum Ausdruck bringen können und ließ bei mir oft ein Gänsehautfeeling aufkommen. Es regte teilweise sogar zum Nachdenken an. 

Die Briefe, in denen Laurel das schilderte, was damals geschehen war und was auch in der Gegenwart bei ihr passierte, halfen ihr, über alles hinwegzukommen. Aber auch gute Freunde, die Laurel nach und nach kennenlernte, wie Natalie und Hannah, halfen ihr über den Tod hinwegzukommen. 

Nebenbei entstand eine zarte Liebesbeziehung zu Sky, in den Laurel schon sehr lange verliebt war. Diese Geschichte wurde immer am Rande erzählt und nie direkt in den Vordergrund geschoben. Doch unter einem "guten Stern" stand diese von Anfang an nicht. Das fand ich auch sehr positiv, da dies viel mit Laurels Vergangenheit zu tun hatte und der Leser erst am Ende des Buches zu Allem aufgeklärt wurde. 

Das Buchcover gefällt mir richtig gut. Es zeigt vermutlich Laurel, wie sie ihre Briefe schreibt. Es ist mit dem englischen Originalcover identisch, passt super zur Geschichte und hat eine richtig tolle Farbgebung. 

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten, konnte mich das Buch mit seiner sehr tiefgründigen und bewegenden Story und den Traumcharakteren absolut überzeugen. Für mich ist es eine absolute Leseempfehlung und Emotionen wurden hier "groß" geschrieben!

- Cover: 5/5
- Story: 5/5
- Schreibstil: 3/5
- Charaktere: 5/5
- Emotionen: 5/5







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