*Rezension* Der Ozean am Ende der Straße - Neil Gaiman


Meine Wertung: 3/5 Palmen

Titel: Der Ozean am Ende der Straße
Originaltitel: The ocean at the end of the lane
Autor: Neil Gaiman
Erscheinungsdatum: 08. Oktober 2014
Seiten: 240
Preis: 18€
Verlag: Eichborn Verlag (hier kaufen)
ISBN: 978-3847905790

Über den Autor: Der Engländer Neil Gaiman, 1960 geboren, arbeitete zunächst in London als Journalist und wurde durch seine Comic-Serie Der Sandmann bekannt. Neben den Romanen Niemalsland und Der Sternwanderer schrieb er zusammen mit Terry Pratchett Ein gutes Omen und verfasste über seinen Kollegen und Freund Douglas Adams die Biographie Keine Panik!. Er lebt seit einigen Jahren in den USA. 

Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen - Weise, wundersam und hochpoetisch erzählt Gaiman in seinem neuen Roman von der übergroßen Macht von Freundschaft und Vertrauen in einer Welt, in der nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint.



Als eingefleischter Neil Gaiman Leser war ich ganz aufgeregt, als ich dieses Buch endlich auf Deutsch erhältlich war. Ich musste es einfach lesen! Doch leider hatte es nicht ganz meine doch etwas hohen Erwartungen erfüllen können.

Worum gehts?
Es ist schwierig eine Zusammenfassung zu schreiben, die nicht zu viel verrät. Es geht um den Erzähler des Buches, dessen Name unbekannt ist. Er reist auf Grund einer Beerdigung an einen Ort seiner Kindheit und besucht dort auch eine Farm, auf welcher längst vergessene Erinnerungen wieder ins Leben geweckt werden. Dann beginnt seine Geschichte

Was halte ich von dem Buch?
Auf den ersten Blick scheint das Buch wie ein Jugendbuch, doch das ist es meiner Meinung nach nicht, da sehr tiefgründig geschrieben war, jedoch wurde ich mit dem recht merkwürdigen Schreibstil des Autors nicht warm. Seine anderen Bücher ließen sich wesentlich besser in einem durchlesen. Es dauerte also seine Zeit bis ich mit dem Buch warm wurde. Doch dann ging alles ruckzuck, ich tauchte in die Geschichte ein und in die Welt des Erzählers, dessen Namen wir leider nicht erfuhren, was ich recht schade fand. Dieser erlebte eine grausame Kindheit und man war teilweise wirklich geschockt, was er da erlebt hatte. Man merkte, dass der Autor hier wirklich sehr ins Detail und in die Tiefe ging, was mir jedoch sehr gefallen hatte. Man hatte seinen eigenen Protagonisten in dem Buch vor den Augen, konnte sich teilweise dann sogar in ihn hineinversetzen, doch dann kam das Ende des Buches, was ich wieder sehr merkwürdig fand und im ganze muss ich sagen, dass mich das komplette Buch doch sehr zwiegespalten zurückgelassen hatte. 

Das Cover des Buches verspricht dem Leser relativ viel, wie ich finde. Es wirkt sehr düster und zeigt die Farm, zu welcher der Erzähler in der Geschichte reiste. Es passt daher sehr gut zur Geschichte, doch von dieser allein hatte ich mir einfach viel mehr erhofft.



Für mich gehörte dieses Buch eindeutig nicht zu den besten Werken des Autors. Die Idee an der Story  und auch die Tiefe des Charakters fand ich zwar wirklich super, jedoch fehlte mir zu viel, was bei mir insgesamt einen eher zwiespältigen Gesamteindruck hinterlassen hatte. Daher kann ich nicht mehr als 3 Palmen vergeben!

- Cover: 4/5
- Story: 3/5
- Schreibstil: 2/5
- Charaktere: 4/5
- Emotionen: 4/5




1 Kommentar:

  1. Hallöchen
    Das Buch kam bei meiner letzten Rebuy-Bestellung hier an, ich wollte einfach mal wieder was von Neil Gaiman lesen (auf Englisch aber), und sonst hatten sie nix von ihm.
    Deine Rezension ist ja jetzt nicht allzu überschwänglich ausgefallen, da bin ich mal gespannt... Andere Bücher von ihm hab ich ja gefeiert.
    Naja, auf jeden Fall vielen Dank für deinen Eindruck.
    Liebe Grüße
    Selina

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