*Rezension* Wie Blut so rot - Die Luna-Chroniken 2 - Marissa Meyer


Meine Wertung: 5/5 Palmen

Titel: Wie Blut so rot - Die Luna-Chroniken 2
Originaltitel: The Lunar Chronicles 2 - Scarlet
Autorin: Marissa Meyer
Erscheinungsdatum: 24. Januar 2014
Seiten: 512
Preis: 19,90 €
Verlag: Carlsen (hier kaufen)
ISBN: 978-3551582874

Über die Autorin:
Marissa Meyer liebt Fantasy, Grimms Märchen und Jane Austen. Sie hat Kreatives Schreiben mit dem Schwerpunkt Kinderliteratur studiert und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Katzen in Tacoma, Washington. Die vier Bände der "Luna-Chroniken" sind ihr Debüt als Schriftstellerin.





Herzlichen Dank an Carlsen für dieses Rezensionsexemplar!

Zwei ganze Wochen ist Scarlets Großmutter nun schon verschwunden. Entführt? Tot? Die Leute im Dorf sagen, sie sei sicher abgehauen. Sie sei ja sowieso verrückt. Aber für Scarlet ist Grandmère alles – von ihr hat sie gelernt, wie man ein Raumschiff fliegt, Bio-Tomaten anbaut und seinen Willen durchsetzt. Dann trifft Scarlet einen mysteriösen Straßenkämpfer – Wolf. Er fasziniert sie; doch kann sie ihm trauen? Immerhin: Die reißerischen Berichte über Cinder und das Attentat auf Prinz Kai hält Wolf ebenso wie sie für Quatsch. Aber irgendein Geheimnis verbirgt der Fremde …

Wie schon erwähnt, danke ich hier dem Carlsen Verlag, welcher mir dieses Buch freundlicherweise zur Verfügung stellte!

Worum gehts?
Wir werden von Scarlet begleitet und befinden uns in Frankreich. Sie vermisst ihre Großmutter und ist auf der Suche nach dieser.  Wird sie diese finden? Und dann taucht noch ein völlig fremder Mann auf, Wolf, von welchem sie sich helfen lässt. Doch was hat es mit diesem auf sich? Kann sie ihm trauen? Währenddessen ist auch Cinder aus dem Gefängnis geflohen und auf der Flucht. Wie wird es mit ihr und Kai weitergehen? Ein toller zweiter Teil beginnt…

Auszüge aus dem Buch
Zweites Buch
" Das junge, zarte Ding, das ist ein fetter Bissen, der wird noch besser schmecken als die Alte."

Seite 308
"Wenn man sie vor die Wahl gestellt hätte, hätte sie sich ganz bestimmt nicht dafür entschieden.
Lunarierin.
Cyborg.
Flüchtling.
Gesetzlose.
Ausgestoßene.
Cinder schloss die Augen, legte den Kopf in die Armbeuge und verdrängte all die Ungerechtigkeiten. Sie würde sich nicht von Selbstekel überwältigen lassen. Sie hatte zu viele andere Sorgen."



Wieder einmal befinden wir uns in einer Welt aus Märchen und Science Fiction. Die Autorin vermischte diese beiden Elemente auf ihre Art und Weise und was kam dabei heraus? DIE LUNA- CHRONIKEN! Und dies ist der zweite Band und er setzt genau da an, wo Band 1 endete. Nur ging es hier nicht zuerst um Cinder und Kai. Es dauerte ein wenig, bis sie in der Handlung wieder auftauchten und somit muss ich leider sagen, haben sich die ersten Seiten des Buches nur so dahin gezogen, es fehlte an Spannung, doch sie waren keineswegs langweilig. Man lernte Scarlet und Wolf kennen. Nach einigen Kapitel trafen diese dann auch auf Cinder und nach und nach wurde es dann richtig spannend und vor allem aufgeklärt, was Cinder mit Scarlet zu tun hatte. Für den ein oder anderen war dies vielleicht vorhersehbar, für mich jedoch etwas völlig Neues und zugleich Interessant. 
In diesem Buch kam auch die Liebe nicht zu kurz und so gab es ein kleines bisschen Romanze. Doch diese wurde lediglich am Rande behandelt, damit die eigentliche Handlung nicht außer Acht geriet. 
Die Schreibweise von Marissa Meyer war wie auch in seinem Vorgänger sehr jugendlich und einfach. Ich konnte wieder direkt einsteigen und der Handlung sehr gut folgen. Das ganze Buch war wie auch sein Vorgänger in vier Teile eingeteilt. Jedes beginnend mit einem Zitat aus einem Märchen. Was im ersten Band zu Beginn jedes der vier Teile noch Zitate aus "Cinderella" waren, wurde hier zu Beginn mit Zitaten aus "Rotkäppchen" begonnen. Und ich befürchte, dass sich Marissa Meyer auch in ihren zwei nächsten Bänden nur so durch die Märchenwelt wühlt. Eine super Idee, was die Luna-Chroniken für mich einfach einzigartig macht.
Am Ende des Buches gab es für mich keinen Cliffhanger, der mich unbefriedigt zurück ließ, sondern es gab einen Abschluss, der einfach wieder richtig Lust auf Band 3 machte.
Das Cover des Buches gleicht seinem Vorgänger. Es wurde statt in "Silber" mit einem schönen glänzenden "Rot" versehen und passt zum Titel und ist gleichzeitig ein richtiger Hingucker im Regal.


Die Charaktere gefielen mir wieder sehr gut. Marissa Meyer schaffte es wieder einmal, jeden von ihnen zu etwas Einzigartigem zu machen und man merkte, wie viel ihr diese bedeuteten. So wurden sie mit sehr viel Tiefgründigkeit ausgestattet. In dieser Geschichte kamen auch einige neue Charaktere hinzu, wie Scarlet und Wolf. Somit erfuhr man z.B. im Laufe der Geschichte sehr viel über Scarlets Vergangenheit. Sie war lieb und hatte ein großes Herz, wirkte jedoch oft sehr naiv. Gleichzeitig fand ich Wolf sehr mysteriös und rätselhaft, was ihn aber auch interessant machte. Man wollte ständig mehr über ihn erfahren. Aber auch Thorne, der Mann, mit welchem Cinder aus dem Gefängnis floh, machte auf mich einen sehr positiven Eindruck. Er hatte viel Humor und so musste man an einigen Stellen sogar schmunzeln.. Auch über die grausame Königin wurde wieder einmal geschrieben. Marissa Meyer schaffte es diesen Charakter so auszustatten, dass man diesen als Leser einfach nur hasste und außer puren Hass nichts anderes für sie übrig hatte. Die Königin ist und bleibt nun mal das Böse in den Büchern, welches dem Leser niemals sympathisch sein würde. Doch genau das machte sie zu einem Charakter, der mir sehr gefiel.


Auch Band 2 konnte mich absolut von sich überzeugen und war sogar um einen Hauch besser als sein Vorgänger. Mit neuen, tiefgründigen Charakteren ging die Autorin hier an den Start und kreierte ein Ende, was den Leser mit einem guten Gefühl auf Band 3 zurückließ. Es verdient die volle Palmenzahl!

- Cover: 5/5
- Story: 5/5
- Schreibstil: 5/5
- Emotionen: 5/5
- Charaktere: 5/5


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