*Rezension* Am Anfang war das Ende - Stefan Casta


Meine Wertung: 3/5 Palmen

Titel: Am Anfang war das Ende
Originaltitel: Am Anfang war das Ende
Autor: Stefan Casta
Erscheinungsdatum: 20.02.2014
Seiten: 432
Preis: 16,99 €
Verlag: Sauerländer (hier kaufen)
ISBN: 978-3737350808

Über den Autor: Stefan Casta wurde 1949 in Vadstena, Schweden, geboren. Bevor er sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete er zunächst als Reporter und Produzent bei Radio und Fernsehen. 2002 erhielt er für sein bisheriges Gesamtwerk den Astrid-Lindgren-Preis. 


An einem Dienstag im November geht die Welt unter. Ein sintflutartiger Regen reißt alles mit sich. Auch Judit und ihre Freunde werden fortgespült. Tagelang treiben sie im schier endlosen Wasser umher, bis sie erschöpft an ein Ufer gelangen. Aber das neue Land ist verwüstet und vergiftet. Verzweifelt versuchen die vier Freunde alles, um zu überleben. Doch dann entdecken sie etwas, womit sie nicht gerechnet haben: Sie sind nicht allein …



Danke an den Sauerländer Verlag für dieses Leseexemplar!


Vielen Dank an Sauerländer für das Leseexemplar! Dies war ein Buch, was mich an Hand des Klappentextes sehr neugierig machte.

Worum geht´s?
In Judit´s Alltag ist eigentlich alles normal. Sie hat tolle Freunde und eine liebe Familie. Doch das Wetter macht es allen nicht einfach. Es regnet und regnet und gibt viele Überschwemmungen in der Stadt.
Als sich Judit eines Tages mit ihren Freunden im Vogelnest (ihrer Schule) trifft, beginnt es so stark zu regnen, dass sich eine Katastrophe ereignet. Das Wasser steigt und steigt und das Dach der Schule bricht zusammen. Judit und ihre Freunde werden weggespült. Tagelang treiben sie auf dem offenen Meer, bis sie endlich Land erreichen. Doch scheinen sie nicht allein zu sein. Merkwürdige Dinge geschehen. Judit und ihre Freunde wissen nicht mehr, was Wahrheit und was Realität ist und wissen nicht, wo sie sind und was mit ihren geschehen ist.

Auszüge aus dem Buch Seite 179
">>Hallo!<<, sage ich. >>Ihr müsst euch doch an den letzten Abend erinnern, als wir unter der Überdachung auf dem Holzdeck geblieben sind, weil es so irre geregnet hat und die Eiche auf dem Schulhof umgestürzt ist.<<"

Dies war ein Buch, von welchem ich mir leider deutlich mehr erhofft hatte, als es dies letztendlich war. Ich wusste lange Zeit nicht, was ich von dieser Geschichte halten soll, da sehr Vieles sehr merkwürdig und eigenartig für mich war und leider auch zum Ende nicht aufgeklärt wurde.
Es ist zu erwähnen, dass das Buch eine Art Dokumentation ist. Es ist ein Versuch, das, was mit den vier verschwundenen Jugendlichen geschehen ist und was sie erlebt haben, zu rekonstruieren. Dazu dienten ein Tagebuch und Filme, welche sie hinterließen. Doch allein dieser Satz auf den ersten Seiten im Buch erweckte Neugier in mir. Am Anfang wurd über Judit und ihren normalen Alltag erzählt und die Kapitel bekamen merkwürdige Überschriften wie "Der Tag des Saturn". Dort erzählte sie aus ihrem Leben.  Sie erzählte ihre Geschichte und auch das Filmmaterial wurde in der Geschichte "abgespielt". Doch nach einigen Kapiteln war es dann soweit. Es kam der Tag, an dem sie sich mit ihren Freunden traf und aprupt erzählte, dass sie sich nach der Flut an nichts mehr erinnerte. Dies merkte man deutlich. Denn sofort befand man sich in einer völlig neuen Story. Allein dieser Zeitsprung machte mir schon ein wenig zu schaffen, doch ich laß weiter, denn ich wollte wissen, wie es ausging und was das alles auf sich hatte. Ich hoffte auf Erklärungen, doch vergebens. An Spannung mangelte es hier zwar keineswegs, doch das Buch schaffte es, viele viele offene Fragen in mir aufzudecken. 
Die Geschehnisse auf der Insel oder dem Land, an welchem sie strandeten wurden vom Autor sehr detailliert und vorallem sehr bildlich beschrieben. Ich konnte mir die vier Jugendlichen sehr gut vorstellen. Wie sie litten, was sie erlebten und was die Tage für sie ausmachten. Doch warum erinnerte sich nur Judit an das Geschehene an der Schule damals und sonst niemand? Warum lebten auf der Insel merkwürdige Kreaturen und tote Menschen???? Ein ungelöstes Geheimnis, was für mich unlogisch und nicht nachvollziehbar war und wie schon erwähnt, hoffte ich auf eine Aufklärung am Ende. Ich konnte mir so leider nur denken, was geschehen war und wieso man die vier Jugendlichen vermisste. Schade, dass dies nicht aufgeklärt wurde. Aber vielleicht gibt es noch einen weiteren Teil??! Ein für mich sehr seltsames Buch!
Die Kapitel des Buches wurden kurz gehalten und der Schreibstil war flüssig und leicht. Das mochte ich an dem Buch. Ebenso passte das Cover, welches eine Unmenge an Wasser zeigte wunderbar zur Geschichte.

Die Charaktere waren meiner Meinung nach nicht ausgereift. Nur zu Beginn erfuhr man einige Details aus dem Alltag dieser. Judit bleibt mir nach wie vor ein Rätsel. Sie hatte ständig irgenwelche Träume oder Visionen oder tauchte in eine andere Zeit ab, was ich absolut nicht nachvollziehen konnte. Wohlmöglich hat es was mit der Insel zu tun, auf der sie alle landeten. Auch mit den anderen Charakteren konnte ich nicht warm werden. Man erfuhr wenig über sie, konnte sich nur seinen Teil denken. Schade!


Warum gebe ich diesem Buch 3 Palmen statt 2, wie ich es eigentlich vor hatte? Weil die Geschichte ein ungeklärtes und seltsames Geheimnis für mich bleibt, über das ich nachdachte und sie mich unterhalten und in ihren Bann ziehen konnte und ich mich teilweise wie in einem Horrorthriller ohne Ende gefühlt hatte. Sie war trotzallem interessant für mich. Ich hoffe so sehr auf Aufklärung und eine Fortsetung. Im großen und ganzen kann ich aber sagen: Das war das seltsamste Buch, was ich je gelesen habe.

- Cover: 3/5
- Story: 3/5
- Schreibstil: 4/5
- Charaktere: 2/5
- Emotionen: 2/5

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1 Kommentar:

  1. Bei mir subt das Buch noch - ich hatte es als Überraschungspost vom Verlag.
    Danke für deine ausführliche Vorstellung. Deine Kritikpunkte kann ich gut nachvollziehen. Ich werde wohl auch bald damit anfangen. Mal schauen, wie es mir ergeht. :)

    Grüßly SaCre

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