Raum 213 - Harmlose Hölle - Amy Crossing


Meine Wertung: 3/5 Palmen

Titel: Raum 213 - Harmlose Hölle
Originaltitel: Room 213
Autorin: Amy Crossing
Erscheinungsdatum: 20. Januar 2014
Seiten: 173
Preis: 7,95
Verlag: Loewe (hier kaufen)
ISBN: 978-3785578711

Über die Autorin: Amy Crossing hat ihre Jugend in Maryland verbracht. Mit 17 Jahren zog ihre Familie überraschend nach England, über die Gründe für den Umzug bewahrt die Autorin bis heute Stillschweigen. Heute lebt sie mit ihrer Familie zurückgezogen von der Öffentlichkeit in der Nähe von New York.


Die Eerie High sieht auf den ersten Blick aus wie eine normale Schule, doch ein Zimmer ist das personifizierte Böse: Raum 213. Jeder, der diesen Raum betreten hat, musste die Hölle durchleben oder hat es nicht über lebt!
Für Liv scheint es gerade nicht schlimmer kommen zu können: Ihr Freund hat auf einer Party eine Andere geküsst vor ihren Augen! und sie wird von dem unheimlichen Ethan verfolgt. Er bedroht sie, macht komische Andeutungen. Liv ist eingeschüchtert, nimmt die Drohungen jedoch erst nicht ernst. Bis sie ein Mädchen in ihrem Garten findet Ethans Ex-Freundin, ermordet!


Auf dieses Buch bin ich nur auf Grund des vielversprechenden Klappentextes gestoßen und konnte es mir ertauschen.

Worum gehts?
Eigentlich führt Liv ein ganz normales Leben. Hat nette Freunde und einen lieben Freund, Daniel. Als sie eines Abends auf einer Party beobachtet, wie er mit einer anderen rumknutscht, kann sie nicht glauben, was sie da sieht. Sie geht nach Hause und wird auf dem Weg von Ethan überfallen. Ethan war fast zwei Jahre in der geschlossenen Anstalt und wurde nun entlassen. Er sei in Raum 213 gewesen. Von nun an kommt Liv immer häufiger mit Ethan in Verbindung. Gewollt und ungewollt. Ein höllisches Spiel beginnt. Doch ist er wirklich so schlimm, wie es alle glauben?
Eines Tages schaut Liv dann aus dem Fenster und blickt in ihren Garten. Da sieht sie im Baumhaus eine Leiche...Rachel. Was hat es mit Rachel auf sich? Welche Verbindung hatte sie mit Ethan und was verheimlicht Jessie, Livs Bruder ihr?

Auszug aus dem Buch Seite 35
"Er war zu beschäftigt gewesen, einen Weg aus dem Zimmer zu finden und die Panikattacken in den Griff zu kriegen, die ihn in Wellen überfluteten, während sein Verstand versuchte, die Oberhand zu behalten. Es musste eine rationale Erklärung dafür geben, dass Raum 213 kein Schlüssselloch hatte. Denn sonst würde das bedeuten, dass er verrückt wurde. Dass mit ihm etwas nicht stimmte."

Ein bisschen mehr hatte ich mir von diesem Buch versprochen, als es das letztendlich war. Aber von vorn:
Als ich die erste Seite im Buch aufschlug und die folgenden Zeilen in der Vorbemerkung laß, erschauderte ich und konnte nicht wirklich glauben, dass Raum 213 wirklich existieren soll und die Geschehnisse sich in dem Buch wirklich so zugetragen hatten. Es heißt, dass der Raum an der High School vor der Öffentlichkeit strengstens versiegelt worden war.  Ich begann zu lesen. Im ersten Kapitel wurde über Liv erzählt und wie sie ihren Freund mit einer anderen auf einer Party erwischte. Die Kapitel waren recht kurz gehalten, der Schreibstil war leicht und flüssig und so gelang es mir, das Buch schnell durchzulesen. Es wurde immer abwechselnd aus Livs und dann aus Ethans Sicht erzählt. So konnte man sich von beiden Charakteren ein genaues Bild in den jeweiligen Situationen machen. Bei Ethan wurde erzählt, wie er in Raum 213 gelangt ist und was sich in dem Raum zugetragen haben soll. In Raum 213 befand sich eine Kamera, die genau alles aufzeichnete, was mich schon ein kleines bisschen gruseln ließ. Aber wieso war dort eine Kamera??!Wer hat diese dort angebracht und wer schaut zu? Leider wurden diese kleinen Details nicht aufgeklärt und ließen den Leser im Leeren stehen. Aber vielleicht kommt das ja noch in den weiteren Bänden?
Von der Spannung im Buch hatte ich mir deutlich mehr versprochen. Das, was Liv erlebte wurde zwar sehr interessant erzählt, jedoch fand ich es nicht sonderlich spannend. Immer, wenn es dann wieder um Ethans Sicht ging, wurde es besser. Man wollte immer mehr über diesen besagten Raum wissen und was er mit dem Jungen anstellte. Andererseits wusste ich nicht, ob es an dem Raum lag, oder aber ob Ethan wirklich ein Psychopath war, wie hier oft dargestellt worden ist?! Ein bisschen mehr Klarheit verschaffte mir dann jedoch das Ende...
Dann hatte ich irgendwo gelesen, dass der Raum abgeschlossen worden sein. Ethan wiederum schilderte in seiner Sicht, dass es kein Schlüsselloch gegeben haben soll. Das ist meiner Meinung nach ein Logikfehler. Vielleicht war es aber auch nur in seiner Fantasie so. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Deutlichkeit gewünscht. 
Alles in allem hatte ich einfach mehr Spannung und mehr Paranormalität erwartet, als es tatsächlich war. Doch dann wäre es wahrscheinlich nicht mehr wie in der Vorbemerkung stand, die Realität gewesen. 
Das Cover des Buches ist in meinen Augen nichts Besonders. Der Buchtitel wurde mit schwarzen und grünen Verschnörkelungen verziert. 

Die Charaktere waren leider sehr blass. Man erfuhr nur wenig über sie. Ethan wurde als Psychopath dargestellt und so kam er auch immer wieder rüber. Warum er so war, blieb mir leider ein Rätsel. Ich mochte ihn nicht und hatte teilweise sogar selbst ein wenig Angst vor ihm.
Auch über Liv erfuhr man sehr wenig. Als sie begann selbst zu ermitteln, wieso gerade die tote Rachel in ihrem Garten auftauchte, und was es mit Ethan auf sich hatte, mochte ich sie ein bisschen mehr. Sie begann alles zu hinterfragen und war nicht mehr so leichtsinnig und ängstlich, wie am Anfang. Wen ich aber recht interessant fand, war Jessie, Livs Bruder. Über ihn wurde erst zum Ende hin einiges klarer, was den Charakter zu Beginn recht mysteriös und spannend machte. 


Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen. Der erste Band konnte mich unterhalten, obwohl in mir einige Rätsel um den mysteriösen Raum aufkamen. Doch genau das ist es, was mich reizt weiterzulesen und mehr darüber zu erfahren....

- Cover: 3/5
- Story: 3/5
- Charaktere: 3/5
- Schreibstil: 3/5
- Emotionen: 2/5


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