Bloggeraktion - Es wird keine Helden geben - Anna Seidl - THEMA: TRAUER


ZUM BUCH:  
Anna Seidl - Es wird keine Helden geben

Erscheinungsdatum: 20. Januar 2014
Seiten: 256
Preis: 14,99 €
Verlag: Oetinger (hier kaufen)
ISBN: 978-3789147463

Meine Rezension dazu findet ihr hier (klick



Thema: Trauer

© Sharons Bücherparadies


Auch ich beschäftige mich mit dem Thema Trauer! Und möchte hierzu einige wichtige Aspekte aufgreifen, welche ich auch mit dem Buch in Verbindung bringe!

Was ist Trauer?
Menschen trauern, weil sie einen schweren Verlust erlitten haben. Sie ist eine normale Reaktion des Körpers. Jeder Mensch trauert anders. Trauer  ist seelisch und dient dazu diesen Verlust zu bewältigen und meist das Leben des Trauernden zu verändern. So auch Miriam im Buch!

Reaktion - wie wird getrauert?
Menschen reagieren ganz unterschiedlich. Jeder verarbeitet ein Geschehniss anders.  Der eine zieht sich zurück in seine eigene Welt, weint nicht, kann seine Tränen unterdrücken und diesen dann im "stillen Kämmerlein" freien Lauf lassen.
Ein anderer Mensch muss weinen. Er muss alles, was in ihm drin ist hinaus lassen. 
Doch im Allgemeinen gilt: Der Mensch reagiert und verändert sich durch seine Trauer. Er verändert sich körperlich, seelisch und auch durch sein Verhalten. Die Reaktionen können sehr tiefgreifend und anhaltend sein, oft auch über mehrere Jahre hinweg. Bei Miriam merkt man die Veränderung ganz deutlich an ihrem Körper. Sie schneidet sich ihre langen, blonden Haare ab, die sie und ihr verstorbener Freund Tobi so geliebt haben. Ebenso hört sie oft die Mailbox, auf welcher sie die Stimme ihres Freundes hört. Immer und immer wieder. Sie zieht sich zurück, doch ihre Mutter, die einst die Familie verlassen hatte, ist für sie da. Sie nähern sich an und sie hilft Miriam die schlimmen Ereignisse zu verarbeiten.

Bewältigung - Was im Trauerfall helfen kann
Hier gibt es auch wieder viele verschiedene Formen, denn jeder Mensch ist unterschiedlich und nicht jeder Mensch benötigt psychologische Hilfe. Daher greife ich jetzt vier Aspekte auf, wie ich Trauer am besten zu bewältigen weiß und gehe auch noch auf Miriam ein:

-  Den Tod begreifen und realisieren:
Es ist wichtig um überhaupt trauern zu können, dass der Betroffene begreift, dass der geliebte Mensch von uns gegangen ist, nicht mehr wieder kehrt und somit tot ist! Erst wenn man dies begriffen und somit realisiert hat, kann der Körper beginnen, sich in die Trauerphase zu begeben.  

Im Buch: Bei Miriam dauerte es einige Tage, doch dann begriff sie, was eigentlich los war!

- Abschied nehmen:
Es ist wichtig, dass man dem Betroffenen die Möglichkeit gibt, sich vom Verstorbenen zu verabschieden. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten und jeder hat seine Eigene. Es ist egal, ob man wie in Miriams Fall die Mailbox des Freundes immer und immer wieder abhört, nur um seine Stimme zu hören, oder aber zu Gott betet, oder aber den Verstorbenen z. B. in der Kapelle, wenn dazu die Möglichkeit gegeben ist, nochmal selbst aufsucht um diesen ein letztes Mal zu sehen. Ebenso kann die Beerdigung des Toten ein letzter Abschied sein und einem helfen. Es ist wichtig den Trauernden nicht unter Druck zu setzen und somit zu sagen: Du musst aber weinen oder Du musst mir sagen, was in dir vorgeht. Der Trauernde soll selbst entscheiden, wann er welche Gefühle zeigen möchte und wie er seinen Abschied ausdrücken mag.

- Erinnerungen aufleben lassen und gedenken:
Es ist wichtig sich zu erinnern, z.B. an schöne Momente mit dem Verstorbenen.Dabei setzt sich der Betroffene mit anderen geliebten Menschen zusammen. Vielleicht gibt es auch mehrere Trauernde und es kann ein kleines Gruppengespräch stattfinden. Es ist wichtig, mit seinem Leiden nicht allein gelassen zu werden, es sei denn, man möchte es so! Es wird z. B. aus dem früheren Leben des Toten erzählt. Bilder könnten gezeigt werden, den Gefühlen sollte freien Lauf gelassen werden. Dabei darf natürlich auch geweint werden oder der Betroffene getröstet werden z. B. mit einer liebevollen Umarmung, denn die Erinnerung stirbt nie. Das was mit dem Verstorbenen erlebt wurde, sollte immer in schöner Erinnerung zurück bleiben. Es hilft auch den Verstorbenen regelmäßig auf dem Friedhof zu besuchen. Für ihn zu beten und damit "bei ihm" zu sein! 

Im Buch: In Miriams Fall denkt sie immer an die Zeit mit Tobi zurück, die unbeschwerte Zeit, die sie hatte vor dem Amoklauf. An ihren ersten Kuss, ihr erstes Mal und wie sie sich kennenlernten! Wie er zu ihr war und was sie gemeinsam erlebten! Sie durchlebte die gemeinsame Zeit erneut, auch wenn sie zum jetzigen Zeitpunkt weh tat! Bei allem, was sie durchlebte, waren Menschen für sie da. Wie ihre Mutter. Sie fanden nach und nach wieder zueinander.

- Der Weg zurück ins Leben:
Es ist wichtig, den Weg zurück ins Leben zu finden. Man sollte versuchen, trotz aller Trauer und negativen Gedanken neue Schritte zu gehen. Dies liegt auch ganz bestimmt im Interesse des Toten. Begrabt Euch nicht mit, lebt weiter! Es geht trotzallem weiter. Man lernt neue Leute kennen, wird mit neuen Situationen konfrontiert und nach und nach gerät der vergangene Tod in den Hintergrund. Der Mensch vergisst nicht, jedoch heißt es so schön: Die Zeit heilt alle Wunden!  

Im Buch: Miriam lernte neue Menschen kennen, wie z. B. Stephen, lernte neu lieben, verschließt sich nicht mehr, kehrte nach und nach langsam ins Leben zurück. Doch Tobi bleibt in ihrem Herzen.
 

Falls alles nicht hilft und man einfach nicht weiterkommt, ist es wichtig psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen und sich nicht ein für alle mal zurück zu ziehen!


Die folgenden Blogs nehmen heute ebenfalls am Thema "Trauer/Therapie" teil:

 

© Sharons Bücherparadies

ACHTUNG!
Am 10.01.2013 wird es hier auf dem Blog auch ein Gewinnspiel geben, bei welchem 10 Bücher von "Es wird keine Helden geben" verlost werden! Also haltet die Augen auf! :-)

Quelle: Trauernetz.de und aus eigener Hand

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