Wunder einer Winternacht - Marko Leino


Meine Wertung: 5/5 Palmen

Titel: Wunder einer Winternacht - Die Weihnachtsgeschichte
Originaltitel: Joulutarina
Autor: Marko Leino
Erscheinungsdatum: 02.11.2009
Seiten: 288
Preis: 8,99 €
Verlag: RoRoRo
ISBN: 978-3499248467

Über den Autor: Marko Leino wurde 1967 in Helsinki geboren, wo er auch heute noch lebt. Er ist Schriftsteller und Drehbuchautor. Wunder einer Winternacht ist der größte finnische Kinoerfolg aller Zeiten; Hunderttausende ließen sich zu Tränen rühren. 


Hoch oben im Norden lebt der kleine Nikolas. Als er durch einen tragischen Unfall zur Waise wird, nimmt das ganze Dorf sich seiner an. Ein Jahr lang darf Nikolas bei jeder Familie bleiben. Wenn der Weihnachtsabend naht, muss er weiterziehen. Voller Dankbarkeit schnitzt Nikolas Jahr für Jahr Geschenke für «seine» Familie. Als er zum bösartigen Tischlermeister Lisakki in die Lehre kommt, scheint sein Glück vorbei. Der bärbeißige alte Mann hasst Kinder... 


Dieses Buch lag schon viele zu lange auf meinem SuB! Endlich habe ich es gelesen und es hat mich zu Tränen und zum Nachdenken gerührt!

Worum geht es?
Als eines Tages Tommi und sein Bruder Ossi eine Truhe finden, in der sich eine kleine silberne Taschenuhr befindet, erzählt der Großvater die Geschichte, welche er auch schon von seinem Großvater erzählt bekam. Sie handelt vom Schiksal des kleinen Nikolas, welcher auf tragische Art und Weise im Alter von nur 5 Jahren seine noch nicht mal 1 Jährige Schwester und auch seine Eltern verlor. Er wurde zum Waisenjungen und da er noch nicht für sich alleine sorgen konnte, beschloss man im Dorf, dass er jedes Jahr, bis zu seinem 15. Geburtstag jeweils zu einer anderen Pflegefamilie im kommt. So begannen also Nikolas´s Wanderjahre. Diese waren schön, es gab nichts mehr, wovor er sich fürchten musste. Sein Hobby war es für alle Kinder und Menschen im Dorf Geschenke zu schnitzen, die er jedes Jahr am Weihnachtsabend zu ihnen brachte. Auch seiner toten Schwester Ada, brachte er jedes Jahr ein Geschenk, was er in den zugefrorenen See warf, in dem sie starb. Er wurde überall sehr gut behandelt, doch es gab auch einen Mann im Dorf, der sich Iisakki nannte, er hasste Kinder. Als im Dorf Hungersnot herrschte und man Nikolas nirgendwo mehr aufnehmen konnte, beschloss Iisakki ihn zu sich zu nehmen. Er behandelte ihn schlecht und wie seinen Sklaven. Doch wie man so schön sagt: Aus Feinden werden Freunde. Wie wird es mit Nikolas und Iisakki weitergehen? Und was wird noch alles im Leben des Nikolas geschehen?

Auszug aus dem Buch Seite 142
"Der früher so mürrische und ungehobelte Iisakki wurde zu einem ganz neuen Menschen. Es war, als ob die bittere Last der Vergangenheit, die sein Leben bisher beherrscht hatte, von seinen Schultern abfiel. Als der Frühling kam, sah man den bärbeißigen Mann immer öfter richtig lächeln."

Der Einstieg in das Buch gelang mir sehr gut. Schon nach wenigen Seiten war ich dank des flüssigen, tollen Schreibstils tief in der Geschichte drin. Schon nach den ersten Kapiteln traute ich meinen Augen kaum, als erzählt wurde, wie der kleine Nikolas seine Eltern und Schwester verlor und schließlich allein dar stand. Das machte mich schrecklich traurig und ich musste mir schon am Anfang die Tränen verkneifen. Der Autor wusste es, wie er den Leser in den Bann des Buches ziehen konnte. Gegenden und Situationen wurden sehr glaubhaft dargestellt und so konnte ich mit Nikolas zusammen leiden. Die Geschichte ging mir wirklich sehr unter die Haut und Emotionen und Gefühle konnte man so freien lauf lassen.
Das Cover des Buches zeigt Nikolas, welcher mit seinem Geschenk an seine tote kleine Schwester Ada auf dem zugefrorenen See steht, kurz bevor er das Geschenk ins Loch schmiss. Dort sieht man auch einen Weihnachtsmann, Nikoas wahres Spiegelbild! Ein Cover, was sehr schön gestaltet ist und perfekt zur Geschichte passt.

Die Charaktere waren hier hauptsächlich Nikoas und Iisakki. Nikolas mochte ich von Anfang an. Ich litt sehr mit ihm. Er zog sich immer öfter in sein kleines Kämmerlein zurück und verfiel der Einsamkeit und in ein tiefes Loch. Doch die Menschen im Dorf waren für ihn immer da. So kam er schnell wieder zu sich. Aus Dankbarkeit und Nächstenliebe schnitzte er für sie schöne Geschenke, welche er über Jahre immer am Weihnachtsabend im Dorf verteilte. Doch als seine Zeit gekommen war und das Dorf Hungersnot heimsuchte, musste er zum bösen Iisakki, der Kinder hasste. Dieser war anfangs wirklich sehr gemein zu Nikoas, behandelte ihn schlecht, wie seinen Sklaven und das nur, weil er bei ihm wohnen musste. Doch hinter Iisakkis Fassade steckte eine traurige Geschichte und so wurden aus Feinden schnell Freunde. Man merkte hier wieder sehr, wieviel Wert der Autor auf diese beiden wunderbaren Charaktere legte. Sie steckten voller Tiefgründigkeit und es wurde viel aus deren Vergangenheit erzählt. So konnte man sich einfach sehr gut in diese hineinversetzen und ihre Taten nachvollziehen. 

Dieses Buch versetzt den Leser nicht nur in Weihnachtsstimmung, sondern auch in Nachdenklichkeit. Das Wort "Nächstenliebe" wurde hier ganz groß geschrieben. Ich kann dieses Buch wirklich jedem Menschen ans Herz legen. Es verdient einfach die volle Punktzahl. 

- Cover: 5/5
- Story: 5/5
- Schreibstil: 5/5
- Emotionen: 5/5
- Charaktere: 5/5





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